Entwässerung von historischen Wegen

Der Umgang mit Entwässerungen wird in der technischen Vollzugshilfe „Erhaltung historischer Verkehrswege“ [PDF 8 MB] auf den Seiten 81 bis 84 behandelt.

Grundsätze der Erhaltung

Das Vorgehen zur Erhaltung von historischen Entwässerungen kann gemäss technischer Vollzugshilfe, Seite 83, wie folgt zusammengefasst und ergänzt werden: Entwässerungen benötigen einen regelmässigen Unterhalt. Sie sind insbesondere regelmässig zu reinigen, das heisst von allen Ablagerungen zu befreien.
Schadstellen sind rasch zu beheben, um der Erosion keine Angriffsfläche zu bieten. Solide Entwässerungseinrichtungen sind einfach im Unterhalt und auf die Dauer kostengünstig. Auch „von Hand gezogene“, unbefestigte Gräben leisten – richtig gepflegt – gute Dienste. Ein klar geregelter Unterhalt ist bei diesen kostengünstigen und doch wirksamen Massnahmen der Schlüssel zum Erfolg.
Falsch platzierte, leicht verstopfende, defekte oder fehlende Wasserableitungen haben dagegen oft verheerende Folgen für den Weg oder seine Umgebung.

Weiterführende Literatur

  • ASTRA, 2009: Bau und Unterhalt von Wanderwegen – Handbuch. Vollzugshilfe Langsamverkehr Nr. 9. Bern.

Praxisbeispiele zu Entwässerungen

Querentwässerung

bivio
  • Robuste Querrinnen aus Naturstein sorgen seit Jahrhunderten dafür, dass die Natursteinpflästerungen am Septimerpass (Bivio/Bregaglia GR) effizient entwässert werden.
 
brienz
 

Längsentwässerung

einsiedeln
 

Wasserdurchlässe/Tombini

  • Die meisten Tombini entlang der Twingistrasse (Binn VS) waren verstopft, überwachsen und kaum mehr zu finden. Baulich waren sie aber intakt. So genügte es, Einlass und Ausgang von Schutt und Bewuchs zu befreien, um sie wieder funktionsfähig zu machen.

Brückenentwässerung

dalvazza
  • Um erneute Witterungsschäden am Tragwerk der Dalvazzabrücke (Luzein GR) zu vermeiden, wurde die Fahrbahnentwässerung neu organisiert.