Geländer und Zäune

Der Umgang mit historischen Geländer und Zäunen wird in der technischen Vollzugshilfe „Erhaltung historischer Verkehrswege“ [PDF 8 MB] auf den Seiten 75 bis 78 behandelt.

Grundsätze der Erhaltung

Das Vorgehen zur Erhaltung von historischen und traditionellen Geländern und Zäunen kann gemäss technischer Vollzugshilfe, Seiten 76-78, wie folgt zusammengefasst werden: Wenn immer möglich ist bei den zuständigen Stellen (z. B. Tiefbauämtern) für einen form- und materialgerechten Unterhalt und allenfalls entsprechenden Ersatz zu sorgen. Insbesondere bei Strassenzügen mit einem hohen Anteil an Geländern sind Unterhalts- und Erneuerungskonzepte angezeigt, die in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Betroffenen (u. a. Denkmalpflege und Tiefbauamt) entwickelt werden.
Auf Details, wie die Ausgestaltung der Köpfe von Steinpfosten und die Verzierungen von Metallgeländern, ist besonders zu achten. Im Lauf der Jahre entstandene Mischformen sind bei Erneuerungen möglichst formal zu entmischen und nach Typen zu gruppieren. Bei Sicherheitsproblemen sind pragmatische Lösungen, z. B. mit metallverstärkten Holzgeländern, anzustreben.
Da Holzzäune mit der Zeit verfaulen, müssen schadhafte Holzteile periodisch ersetzt werden. Form und Holzart sollen dem Vorbild entsprechen, Imprägnierungen und Schutzanstriche (auch farblose) sind zu unterlassen. Im Verfall weit fortgeschrittene Zäune sind namentlich in landschaftlich sensiblen Räumen neu zu errichten oder zu ergänzen.

Praxisbeispiele zu Geländer und Zäune

Steinpfostengeländer mit Holzholmen

avers
  • Entlang der alten Talstrasse (Avers GR) konnte das traditionelle Steinpfostengeländer über längere Abschnitte instandgestellt werden.