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IVS-Newsletter 01 / 2011

Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz IVS

Inhalt:


IVS-Daten neu auch auf dem Geoportal des Bundes ? www.geo.admin.ch

Das Geo-Informationssystem zum Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS-GIS) ist neu auch auf dem Geoportal www.geo.admin.ch abrufbar. Das Geoportal ermöglicht den Anwendern den direkten Zugriff auf eine Fülle von Geoinformationen und -diensten verschiedener Anbieter.


Interessant für die Anwender sind insbesondere die Möglichkeiten, das Bundesinventar sowie die weiteren Inventarobjekte von nationaler, regionaler und lokaler Bedeutung mit einer Vielzahl anderer Informationen wie beispielsweise dem Wanderwegnetz, dem Kulturgüterschutzinventar oder  weiteren Bundesinventaren zu kombinieren.


Map.geo.admin.ch bildet bezüglich des Bundesinventars der historischen Verkehrswege jedoch nicht die offizielle, rechtsverbindliche Publikation. Diese finden Sie weiterhin unter http://ivs-gis.admin.ch.




Der Bundesgerichtsentscheid Rüti

Bei der Erfüllung einer Bundesaufgabe sind die Bundesinventare nach Artikel 5 des Natur- und Heimatschutzgesetzes, darunter das Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz, nicht nur durch den Bund, sondern auch durch die Kantone zu beachten. Mit dem BGE Rüti aus dem Jahre 2009 hat das Bundesgericht nun bestätigt, dass ?für die Kantone (und Gemeinden) eine Pflicht besteht, Bundesinventare? auch ?bei der Erfüllung von kantonalen (und kommunalen) Aufgaben? zu berücksichtigen. Das ASTRA erarbeitet gemeinsam mit den Bundesämtern für Raumentwicklung (ARE), Umwelt (BAFU) und Kultur (BAK) eine Empfehlung für kantonale und kommunale Fachstellen, welche die verschiedenen Folgen dieser Bundesgerichtsentscheide näher erläutert.




Projektbeispiel: Kleine, sorgfältige Instandstellungsarbeiten am alten Sustenweg

An zwei Abschnitten des alten Sustenwegs wurden im vergangenen Herbst und Winter mit kleinem Aufwand wichtige Instandstellungsmassnahmen umgesetzt. Bei der Häusergruppe Mätteli, kurz oberhalb von Wassen, findet sich ein markantes Teilstück des historischen Weges, gesäumt von wunderschönen Trockenmauern. Einige eingestürzte und gefährdete Stellen konnten in klassischer Trockenbauweise wieder aufgebaut bzw. ausgebessert werden.
Bild oben: Der alte Sustenweg nach der Instandstellung. Foto: Theiler Landschaft GmbH.


Der Weg ? im Volksmund "Samisgloisstutz" genannt ? führt hinauf zu den Ruinen der Meienschanz. Das Bollwerk spielte während des zweiten Koalitionskrieges im Jahr 1799 eine wichtige Rolle. Im Kampf gegen die Österreicher wurde es von französischen Truppen erstürmt und fast vollständig zerstört. Oberhalb der Meienschanz führt der alte Sustenweg durch den Weiler Husen. In diesem Abschnitt wird der Weg teilweise von Stützmauern gesäumt. Zwischen den Häusern des Weilers wurde ein fünf Meter langes Mauerstück neu erstellt und ein grosses Loch in der Mauer geschlossen.
Bild unten: Das rechte Mauersegment wurde in klassischer Trockenbauweise Instand gestellt. Das linke Segment wurde dagegen gemörtelt. Foto: Fredi Bieri für das Bundesamt für Strassen ASTRA. 


Wollen Sie den beschriebenen Wegabschnitt auf dem IVS-Geoinformationssystem (ivs-gis.admin.ch) aufrufen? Suchen Sie in der Suchmaske nach den IVS-Objekten mit folgenden Abschnittbezeichnungen: UR 4.1.1 Wassen/Mätteli ? Lerchen und UR 4.2.1. Fedenbrügg ? Dörfli




Neu: Vereinfachte Formulare für Gesuche um Finanzhilfen auf der IVS-Website

Zu den neuen Formularen (hier klicken)


Bitte beachten Sie, dass der Download der Formulare je nach Browser und installierten Virenschutzprogramme bis zu 30 Sekunden dauern kann.




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