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IVS-Newsletter 03 / 2016Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz IVS |
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Inhalt: - Weitere Etappe im Trockenmauerprojekt des Parc régional Chasseral umgesetzt |
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Weitere Etappe im Trockenmauerprojekt des Parc régional Chasseral umgesetztSeit 2013 realisiert der Parc régional Chasseral ein umfangreiches Instandstellungsprojekt von Trockenmauern und Hecken in der reichhaltigen Kulturlandschaft zwischen dem Montagne de Cernier und Montage de Chézard in der Gemeinde Val-de-Ruz. Die Trockenmauern und Hecken begrenzen weitflächig die einstigen Viehtriebwege (zusammengefasst im Beschrieb NE 548). Die Arbeiten werden durch verschiedene Gruppen, darunter Lehrlinge, Migranten und Freiwillige, ausgeführt. Damit wird das Wissen über traditionelle Bautechniken weitergegeben. Im September 2016 organisierte das ASTRA eine Fachveranstaltung, um den kantonalen IVS-Fachstellen und Partnerinstitutionen das aussergewöhnliche Projekt näherzubringen. Dabei konnten die Exkursionsteilnehmenden die Arbeit an der diesjährigen Instandstellungsetappe besichtigen, welche Ende Oktober 2016 abgeschlossen wurde.
Abbildung: Weidedurchgänge bei den instandgestellten Trockenmauern. Diese werden durch „pierres portails“ so begrenzt, dass das Vieh nicht passieren kann. (Foto: Fredi Bieri, Basler & Hofmann) |
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Eröffnung der instandgestellten Strada storica del MontecenerinoEnde September 2016 wurde die historische Strada del Montecenerino nach einer mehrjährigen Instandstellung offiziell eröffnet, was im Tessin grosse Beachtung fand. Die Strasse ist Bestandteil der Verbindung von Sopraceneri mit Sottoceneri und führt von Quartino bei Locarno auf den Monte Ceneri. Sie ist im Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz als Objekt von nationaler Bedeutung mit viel Substanz aufgeführt (Kartenausschnitt). Im Rahmen des Instandstellungsprojektes wurden die Pflästerung und die Wasserdurchlässe in traditioneller Bauweise wiederhergestellt. Eine neue Form von Wasserdurchlass entstand durch grosse, aneinandergefügte Pflastersteine, welche die grosszügig dimensionierte Rinne überdecken. Als heikle Stellen erwiesen sich einige wenige sehr steile und felsige Kurven, wo die Pflästerung unter Beigabe von wenig Zement auf dem anstossenden Fels befestigt werden mussten. Eine Schranke verhindert künftig die Befahrung durch den motorisierten Verkehr, wodurch die neue Wegoberfläche geschont wird. Erwähnenswert ist nicht nur die äusserst spektakuläre historische Substanz der Strada del Montecnerino, sondern auch ihre wichtige touristische und symbolische Bedeutung.
Abbildung: Teilnehmende begehen nach der Eröffnung die neue Pflästerung (Foto: Danilo Mazzarello) |
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Buchveröffentlichung: „Le strade del Canton Ticino“
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Integration der historischen Verkehrswege in den kantonalen Richtplan ThurgauIm Rahmen der laufenden Teilrevision des Richtplans (PDF, 3.2 MB, auf Deutsch) nimmt der Kanton Thurgau die historischen Verkehrswege gemäss der Einschätzung des Bundes in den kantonalen Richtplan (PDF, 8.6 MB, auf Deutsch) auf und präzisiert so ihren Schutzstatus. Mit der Berücksichtigung der historischen Verkehrswege wird Artikel 9 der Verordnung über die historischen Verkehrswege VIVS von 2010 Folge geleistet. Die Kantonsarchäologie, welche gleichzeitig die Fachstelle für die historischen Verkehrswege ist, orientierte die Öffentlichkeit über die Veränderungen. |
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Der Napoleonturm bei Hohenrain in Wäldi TG soll wieder die Alte Landstrasse überblickenAuch auf privater Seite stossen die historischen Verkehrswege im Kanton Thurgau auf Interesse, wie das nachfolgende Beispiel aus der Gemeinde Wäldi zeigt. Sie ist eine typische Strassensiedlung entlang der Landstrasse zwischen Frauenfeld und Konstanz aus dem späten 18. Jahrhundert. Um 1829 wurde oberhalb der Gemeinde das sogenannte Belvedere zu Hohenrain, ein rund 20 Meter hoher Holzturm mit prächtiger Panorama-Aussicht auf die Kulturlandschaft um die Alte Landstrasse erbaut. Aufgrund der mutmasslichen Beteiligung von Prinz Louis Napoleon, dem späteren Kaiser Napoleon III., wird er als Napoleonturm bezeichnet. Der Turm musste bereits rund 30 Jahre nach seinem Bau aufgrund von Fäulnis und Verwitterung abgerissen werden. |
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Hans Peter Kistler Copyright © 2010 Bundesamt für Strassen ASTRA, CH-3003 Bern |
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